Schiffsmechaniker: Eine Ausbildung mit Zukunft

Eine der vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten, die sich an der Schifffahrt interessierten jungen Leuten bietet, ist die Ausbildung zum Schiffsmechaniker. Grundlage für die Ausbildung, die an einen Schulabschluss anschließt, ist die Schiffsmechaniker-Ausbildungsverordnung. Dementsprechend verläuft die Lehre nach dem dualen Prinzip: Theoretische Kenntnisse werden an einer Berufsschule gelehrt, zugleich erhalten die angehenden Schiffsmechaniker praktische Erfahrungen über die Arbeit in einer Reederei. Die Ausbildung dauert drei Jahre; Reedereien müssen als Ausbildungsbetrieb zugelassen sein, um Lehrlinge anzunehmen, die theoretische Ausbildung erfolgt an Seemansschulen in Blockform, also in mehreren aufeinander folgenden Wochen.

Die Inhalte der Ausbildung zum Schiffsmechaniker

Voraussetzung für den Beginn der Ausbildung ist ein Schulabschluss oder eventuell eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung sowie ein Zeugnis über Seediensttauglichkeit. Zur Ausbildung zu Schiffsmechaniker gehört nicht nur der Umgang mit Maschinen an Land, sondern natürlich in erster Linie das Wissen um die Funktionsweise von Maschinen auf See. Ein großer Teil der praktischen Ausbildung findet daher auf dem Schiff statt. Seit 2004 ist es auch erlaubt, die Ausbildung auf ausländischen Schiffen zu absolvieren, sofern diese die Voraussetzungen als Ausbildungsbetrieb absolvieren. Die Ausbildung zum Schiffsmechaniker wird vergütet und schließt mit einem staatlich anerkannten Facharbeiterabschluss ab. Die Lehrlinge lernen in den drei Jahren Ausbildung nicht nur alle technischen Details über Schiffsmotoren und sonstigen Maschinen, sondern machen sich auch mit der Organisation und dem Aufbau des Reedereien- und Schiffsbetriebs vertraut, erlernen die Bedienung von Kommunikations- und Navigationsmaterial, die Kommunikation auf See, Ladungs- und Umschlagstechnik, Sicherheits- und Notfallmaßnahmen und vieles mehr. Diese Inhalte werden in insgesamt 30 Wochen Berufsschule und 132 Wochen praktischer Ausbildung vermittelt. Unter bestimmten Bedingungen kann die Ausbildung auch auf 2,5 Jahre verkürzt werden, wenn etwa bereits eine erfolgreiche Ausbildung in einem metallverarbeitenden Beruf oder aber die Hochschulreife vorliegt.

Nach der Ausbildung bestehen gute Weiterbildungsmöglichkeiten

Schiffsmechaniker ist eine Ausbildung mit Zukunft. Die Karrierechancen enden nach der erfolgreichen bestandenen Abschlussprüfung nämlich nicht, sondern können über die Offiziers- bis zur Kapitänslaufbahn führen. Dazu ist eine an den Abschluss anschließende Ausbildung zum nautischen Offizier oder zum technischen Wachoffizier nötig. Insgesamt dauert diese Ausbildung mit den bestehenden Weiterbildungsmaßnahmen höchsten fünf Jahre.