Die Greif, ein Segelschulschiff für Jedermann
Segeln lernen für Jedermann – das ist das Prinzip des Segelschulschiffs Greif. Die Schonerbrigg bietet einen Urlaub der besonderen Art: Auf der Hochseefahrt können sich Jugendliche ab 16 Jahre sowie alle Erwachsenen in das Leben und die Arbeit an Bord miteinbringen. Dass jeder mit anpackt und die nötigen Handgriffe des Bordalltags lernt, ist dabei die Grundvoraussetzung. Segelerfahrung ist dagegen für einen Turn mit der Greif kein unbedingtes Muss. Wer Fernweh hat und seinen Aktivurlaub einmal auf eine ganz besondere Weise gestalten möchte, ist auf diesem Schoner willkommen.
Auf der Greif kann jeder segeln lernen
Gebaut wurde das Schiff im Warenmünde, Heimathafen ist Greifswald, woher auch der Name des Schulschiffs stammt. Vom Stapel lief es schon 1951, zu Ehren des damaligen Präsidenten der DDR, Wilhelm Pieck. Zunächst trug der Segler auch den Namen des Präsidenten; als 1990 der Verkauf des Schiffes drohte, rettete eine Greifswalder Initiative den Segler und er bekam seinen neuen Namen. Die Greif ist eine Schonerbrigg, ein Schifftyp, der auch als Brigantine bezeichnet wird. Das bedeutet, dass der vordere Mast mit den queren Rahsegeln getakelt ist, während der hintere Mast Schratsegel führt. Die Greif besitzt insgesamt 15 Segel, verteilt auf zwei Masten, was ihr eine Geschwindigkeit von bis zu 14 Knoten verleiht. Gebaut ist das Schulschiff aus Stahl. Die Zulassung als Segelschulschiff erhielt der Großsegler im Jahr 1991. Das Schiff ist über alles 41 Meter lang, 7,6 Meter breit und hat einen Tiefgang von 3,60 Metern, Der Großmast ist beeindruckende 27,20 Meter hoch.
Bis zu 30 Mann finden neben der Stammbesatzung Platz
Die Stammbesatzung besteht aus sieben Personen. Außerdem segeln bis zu acht Hand-für-Koje-Segler mit, also Personen, die mit ihrer professionellen Arbeitsleistung für die Unterbringung auf dem Schiff bezahlen. Diese ehrenamtlichen Helfer erfüllen wichtige Arbeiten an Deck, erledigen Ausbesserungsarbeiten und weisen außerdem die Mitsegler in ihre Handgriffe in. Darüber hinaus können bis zu 30 Mitsegler an Bord gehen. Die Stammbesetzung setzt sich aus erfahrenen Seeleuten zusammen, die den Urlaubern an Bord das Leben so angenehm wie möglich machen möchten.