Sportbootführerschein Binnen: Die Lehrinhalte und Voraussetzungen
Sportbootführerscheine, die für das Führen von Booten auf deutschen Gewässern notwendig sind, unterscheiden sich in ihrer Verwendung für Binnen- und Seegewässer. Wer mit seinem Boot vor allem auf Flüssen und Seen unterwegs sein möchte, muss dementsprechend den Sportbootführerschein Binnen ablegen. Das ist ein amtliches Zeugnis, vergleichbar mit dem Führerschein für Kfz. Entsprechend müssen angehende Bootsfahrer für den Sportbootführerschein Binnen auch eine Bootschule besuchen, um sich die theoretischen und praktischen Kenntnisse anzueignen. Der theoretische Teil kann in Abendkursen oder per Online-Kurs vermittelt werden, einige Schulen bieten auch Ferienkurse an. Mit dem Sportbootführerschein Binnen dürfen alle Boote bis zu einer Länge von 15 Metern, gemessen ohne Ruderpinne und Bugspriet, auf Binnengewässern geführt werden.
Diese Boote darf man mit dem Sportbootführerschein Binnen fahren
Pflicht ist der Sportbootführerschein Binnen für alle Motorboote ab einer Schraubenleistung von 3,68 kWh – das entspricht fünf PS. Die Führerscheinpflicht für Segelboote ist nicht einheitlich geregelt ; da viele gewerbliche Bootsverleihe allerdings einen Führerschein verlangen, ist man damit auch für ein Segelboot auf der sicheren Seite. Für den Segelschein müssen die Führerscheinanwärter mindestens 14 Jahre, für den Motorboot-Führerschein mindestens 16 Jahre alt sein. Ein Führerschein bzw. ein Führungszeugnis sowie ein ärztliches Attest sind vorzuweisen, außerdem gehört ein Lichtbild zum Antrag.
Theoretische und praktische Inhalte für den Sportbootführerschein Binnen
Die Lehrinhalte werden in einigen theoretischen Unterrichtsstunden vermittelt. Wie viele Stunden der Sportbootführerschein Binnen in Anspruch nimmt, ist den Bootsschulen dabei nicht vorgeschrieben und unterscheidet sich je nach Art des Kurses. Die Prüfungen dagegen sind einheitlich geregelt und werden vom Prüfungsausschuss des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) oder des Deutschen Motoryachtverbandes (DMYV) abgenommen. Zur theoretischen Prüfung gehören dabei die Bereiche Schifffahrtsrecht, insbesondere die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung, Wetterkunde und je nach Art des betriebenen Bootes Antriebskunde für Motoren oder Segelkunde. Im praktischen Teil müssen die Prüflinge beweisen, dass sie das Manövrieren des Bootes beherrschen, außerdem wird die Knotenkunde abgefragt. Wie bei der praktischen Fahrprüfung für ein Kfz fragt der Prüfer dabei verschiedene Wende-, Fahr- und Anlegemanöver ab. Die Kosten für den Sportbootführerschein Binnen unterscheiden sich je nach Anbieter, bei einem Online-Kurs mit begleitendem Praxisteil liegen sie bei etwa 150 bis 200 Euro inklusive der Prüfungsgebühren von etwa 75 Euro.