Speedboot: Im Rausch der Geschwindigkeit

Der Name ist Programm: Das Speedboot ist der Geschwindigkeitsstar unter den Booten. Ausgerüstet ist es mit einem Motor, er es auf bis zu 1.000 PS bringen kann und es erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 260 km/h. Alles am Aufbau der Speedboote ist darauf ausgelegt, möglichst hohe Geschwindigkeiten zu erzielen. Mit einem meist V-förmigen Bootsrumpf liegen die schnellen Boote nicht tief im Wasser; damit verdrängen sie beim Fahren keine Wassermassen, sondern mache sich das Wasser lediglich für den Auftrieb und zur Lenkung zunutze. Je geringer die Kontaktfläche zwischen Speedboot und Wasser, umso höher ist die Geschwindigkeit.

Mit Höchstgeschwindigkeit auf dem Wasser unterwegs

Speedboote werden heute vor allem als Sportboote gefahren. Aufgrund ihres schnellen Tempos sind sie nicht für belebte Binnengewässer oder den Küstenbereich geeignet, sondern nur für große, offene Wasserflächen mit genügend Raum. Angetrieben werden sie entweder von Zweitakt- oder Viertaktmotoren, daneben gibt es aber auch Speedboote mit Gasturbinenantrieb. Ein sportliches Spektakel ist zum Beispiel das Offshore Powerboat Racing – Powerboat ist der offizielle englische Begriff für das Speedboot; beim Offshore Powerboat Racing werden Rennen in küstennahen Gebieten auf langer Strecke gefahren, es finden auch Weltmeisterschaften statt.

Sportliches Spektakel mit Speedbooten

Das Speedboot durfte außerdem schon Filmkarriere machen und kam so zum Beispiel in James Bond Filmen zum Einsatz. Die hohen Geschwindigkeiten, die von den kleinen Booten erreicht werden, eignen sich hervorragend, um spektakuläre Stunts in Szene zu setzen. Allerdings ist das Speedboot-Fahren kein ganz ungefährliches Vergnügen, daher kommt es immer wieder zu verheerenden Unfällen. Das Steuern des Bootes bei seinem rasanten Tempo braucht Übung und Geschick. Beim Offshore Powerboat Racing sind daher immer mindestens zwei Mann an Bord, wovon einer nur mit der Navigation beschäftigt ist. Die Faszination und der Rausch der Geschwindigkeit ziehen dennoch viele Sportfans in ihren Bann. Speedboote können mit entsprechenden Bausätzen sogar selbst gebaut werden; von Bedeutung ist in erster Linie ein passender Motor für einen vernünftigen Antrieb.