Die Yacht, der Inbegriff der Luxusseefahrt
Wenn es einen Bootstyp gibt, mit dem man Luxus und Komfort verbindet, dann ist es die Yacht. Diese meist etwas größeren Motorboote sind mit einer Kajüte und einem geräumigen Deck ausgestattet. Mit einer Yacht können daher sowohl kurze Hafenspritztouren unternommen werden, sie sind aber auch hochseetauglich. Für gewöhnlich werden Boote als Yacht bezeichnet, deren Rumpflänge sieben Meter übersteigt. Sind die Schiffe länger als 24 Meter, spricht man von einer Mega-Yacht oder einer Superyacht. Diese großen Yachten können auch mit mehreren Kabinen ausgestattet sein, sodass mehrere Personen auf dem Schiff übernachten können.

Yachten für die private Schifffahrt
Yachten mit einer Rumpflänge ab 24 Meter gelten zudem nicht mehr als Sportboote, da diese per Definition diese Rumpflänge nicht überschreiten dürfen. Entsprechend finden Superyachten vor allem als private Kreuzfahrtschiffe Verwendung. Eine Yacht von dieser Größe ist von Privatleuten allerdings kaum zu steuern, weswegen häufig eine Crew samt Kapitän beschäftigt wird. Hergestellt werden Yachten in der Regel aus Kunststoffen, Stahl, Aluminium und Holz. Mit welchem Motor und wie viel Leistung eine Yacht ausgestattet wird, hängt von ihrem bevorzugten Einsatz, der Länge der Ausfahrten und dem Revier aus, in dem sie zu Wasser gelassen wird. In der EU ist eine der CE-Norm entsprechende Bauweise zwingend vorgeschrieben.
Yachten im Wandel der Geschichte
Der Begriff Yacht ruft bei vielen Bootsfreunden sofort das Bild von sonnenbeschienenen Yachthäfen und romantischen Ausfahrten vor Augen. Das zeigt auf, welche Boote heute vor allem als Yachten bezeichnet werden: Kleine bis mittelgroße Privatboote, die für Küstenfahrten und Hochseefahrten gleichermaßen tauglich sind. Der Begriff hat sich im Laufe der Jahre allerdings gewandelt. Im 16. Jahrhundert wurden kleine Dreimaster als Yacht bezeichnet, im 17. Jahrhundert trugen auch Schiffe diesen Namen, die für die Binnenschifffahrt eingesetzt wurden. Im selben Jahrhundert wurde der Begriff zunehmen für herrschaftliche Seefahrzeuge verwendet – eine Tradition, die sich auch auf die modernen Motoryachten von heute überträgt.