AIDA Cruises: Marktführer unter den Kreuzfahrtanbietern

Seit die Kreuzfahrten als reine Vergnügungsfahrten Ende des 19. Jahrhunderts in Mode kamen, galten sie vor allem als Unterhaltung für besser betuchte Reisegäste. Doch die Buchungszahlen gingen vor allem in den 1960er und 1970er Jahren zurück. Darauf reagierten die Reedereien mit einer Lockerung des förmlichen Lebens an Bord und zunehmend auch mit günstigeren Angeboten. 1999 gründete sich schließlich ein Unternehmen, das heute wie kein zweites für die moderne Clubschifffahrt steht und vor allem junge Reisende ins Visier nimmt: Die AIDA Cruises, zum Gründungszeitpunkt noch Seetours genannt.

AIDA Cruises: Kreuzfahrten mit einem neuen Konzept

Hauptsitz der noch jungen, aber erfolgreichen Reederei ist die Hansestadt Rostock. AIDA Cruises erzielt einen jährlichen Umsatz von etwa 722 Millionen Euro – Stand 2009 – und beschäftigt 5.600 Mitarbeiter. Im Jahr 2011 ist die AIDA Cruises Marktführer unter den Kreuzfahrtanbietern. Über 511.000 Passagiere buchen pro Jahr eine Reise an Bord eines der acht AIDA Schiffe. Ein neuntes Schiff soll 2012 vom Stapel laufen, die AIDAmar. Drei weitere Schiffe sind für die kommenden Jahre in Planung. Die Flotte sticht nicht unter deutscher, sondern unter italienischer Flagge in See, der Heimathafen der Schiffe ist Genua.

Unternehmensgeschichte der AIDA Cruises

Die Entscheidung, den deutschen Kreuzfahrtmarkt durch so genannte Funships zu beleben, fiel bereits im Jahr 1993 bei der Deutschen Seerederei. Als Vorbild diente die US-amerikanische Carnival Cruises Line, die ihren Passagieren nicht nur Captains Dinner und Tanzabende bot, sondern in erster Linie eine Menge moderner Unterhaltung und Animation. Die heutige AIDAcara war 2996 das erste dieser deutschen Clubschiffe, das vom Stapel lief, damals nur unter dem Namen AIDA. Der DSR gelang es allerdings nicht, mit dem neuen Konzept auch Gewinn zu erwirtschafteten, obwohl sich viele junge Urlauber von dem All Inclusive Urlaub an Bord begeistert zeigten. Die Arkona Holding GmbH wurde gegründet, um das Schiff besser zu vermarkten; zusammen mit der britischen Reederei P&O gründete die GmbH die AIDA Cruises Ltd., P&O unterhielt mit 51 Prozent die Mehrheit der Anteile. Im Jahr 2000 trat die Arkona Holding GmbH auch ihre restlichen Anteile an das britische Unternehmen ab, die AIDA Cruises verschmolzen mit der ebenfalls zu P&O gehörenden Reederei Seetours International. 2003 schlossen sich schließlich die P&O Princess Cruises und die Carnival Cooperation zu einem Unternehmen zusammen, zu dem nun auch die AIDA Cruises gehört.