Beluga Shipping, eine deutsche Reederei für Schwergutladung

Schwerpunkt der Beluga Shipping GmBH liegt auf der Projekt- und Schwergutladung. Das Unternehmen mit Sitz in Bremen wurde 1995 gegründet; 2011 machte sich allerdings die Finanzkrise stark bei der deutschen Reederei bemerkbar. Zunächst übernahm die US-amerikanische Investmentgesellschaft Oaktree Capital Management die Geschäftsführung des Unternehmens, mittlerweile musste die Reederei allerdings Insolvenz anmelden.

Unternehmensgeschichte der Beluga Shipping

Gegründet wurde die Beluga Shipping im Jahr 1995 von Niels Stolberg und Erhard Koschorreck als cargo operator, also als Transportunternehmen für Ladungsgüter. Das erste eigene Schiff zum Schwerguttransport lief 1998 vom Stapel, die Beluga Performer. Bis September 2010 wuchs die Flotte des Unternehmens auf 69 Mehrzweck-Schwergutfrachter an. Diese Schiffe können bis zu 1.400 Tonnen Ladung aufnehmen. Beluga Shipping war in den ersten Jahren nicht nur auf dem deutschen, sondern auch auf dem internationalen Markt erfolgreich und gründete 2002 Zweigniederlassungen in Brasilien und Singapur. Ein Jahr später übernahm die deutsche Reederei das niederländische Unternehmen GentCard P.V. und gründete eine weitere Zweigstelle in Peking. Nur ein weiteres Jahr später, in 2004, folgten Niederlassungen in Shanghai und Houston. Im Sommer 2009 folgte eine Fusion mit Oaktree Capital Management, die ursprünglich den weiteren Ausbau der Flotte finanzieren sollte. Die Insolvenz beendete die weiteren Expansionspläne jedoch.

Ein Schiff der Beluga Shipping durchfuhr erstmals die Nordostpassage

Zu erfolgreichen Zeiten machte die Beluga Shipping durch mehrere aufsehenerregende Events auf sich aufmerksam. So gelang es einem Schiff der Beluga Shipping als einem ersten Schiff einer deutschen Reederei, die Nordostpassage entlang der sibirischen Küste zu durchfahren. Die für Schiffe passierbare Passage ist jeweils nur im Sommer für einige wenige Wochen zu sehen, wenn sich das ewige Eis zurückzieht und einen schmalen Streifen Meer freigibt. Durch Nutzung dieser Passage kann die Fahrtdauer von Europa nach Asien um rund ein Drittel verkürzt werden. Die Schiffe der Beluga Shipping waren nicht auf festen Routen unterwegs – die Reederei konzentrierte sich auf die Trampschifffahrt, das bedeutet, die Schiffe steuerten den Zielhafen der jeweiligen Ladung an.