Was zählt alles zur Takelage

Die Takelage entspricht der vollständigen Segeleinrichtung eines Schiffes. Dieses entspricht den Masten und den daran befestigten Segeln. Zudem zählt noch das gesamte Tauwerk dazu. In Einfachheit formuliert sollte man sich in die Mitte des Decks stellen. Schaut man nun nach oben, hat man die Takelage im Blick. Die Takelage wird nicht umsonst das Triebwerk des Segelschiffes genannt. Mit ihr erhält jedes Wasserfahrzeug entsprechender Größe die notwendige Sicherheit, die optimale Seefähigkeit und die daraus resultierende Geschwindigkeit. Es nutzt mit seinen Streben und Taus die natürlichen Gegebenheiten und ist somit ein ruhiger Arbeiter an Bord, der nicht menschlicher Natur ist. Aufgrund der Anbringung der Takelage kann eine Unterscheidung des Schiffstyps gemacht werden. Barken, Briggs und Vollschiffe haben demzufolge eine sehr spezielle Anordnung. Es gibt sogar einen eigenen Beruf des Taklers. Dieser ist in der Werft beschäftigt und für das Aufriggen der Segler verantwortlich. Auch an Bord des Schiffes gilt der Bevollmächtigte für die Takelage, dem aufgrund seiner Erfahrung unbedingter Gehorsam zu leisten ist, zu den einflussreichsten Männern und ist stets in einer der führenden Positionen der Hierarchie, nicht selten der Kapitän, zu finden.

Die Arbeiten in der Takelage

Sie kennen sicher das Bild, wenn auf einem Schulschiff oder einem anderen Schiff die Matrosen in die Netze gehen und aufgrund der Taue, die sie nach oben als Treppe nutzen, in Schwindel erregender Höhe ihrer Arbeit nachgehen. Dann suchen sie nach festem Halt an den quer angebrachten Rundhölzern am Mast. Von da aus können die Matrosen die Segel lösen und so relativ spontan auf drehende Winde reagieren. Sobald die Luftströmungen dann nicht mehr vorteilhaft sind, dann heißt es wieder zum Gang in die Takelage und die Segel einzuziehen, da sonst eine Bremswirkung oder ein Abdriften vom Kurs die Folge wäre. Bei dieser anspruchsvollen Arbeit ist ein besonderes Risiko zu beachten. Die Winde sind in ungeschützten Höhen doch meist unterschätzt. Und so werden meist unerfahrene Seeleute auf einfache Weise vom Schiff regelrecht geweht. Dies potenziert sich natürlich bei Sturm noch um ein Vielfaches und kann zur Lebensgefahr führen. Selbst beim Klettern in den Tauen kann es zu Unfällen kommen, da in der gesamten Takelage nichts fest, sondern immer in Bewegung ist.