Klabautermann ruft zwiespältige Gefühle hervor
Wer sich mit der Geschichte der Seefahrt ein wenig auskennt. der ist mit den Namen berühmter Entdecker wie Christopher Kolumbus, Vasco da Gama oder Marco Polo bestens vertraut. Doch auf einem Schiff tummeln sich nicht nur legendendäre Personen herum. Der Sage nach, soll auch auf jedem Schiff ein Klaubautermann sein. Die Bezeichnung umschreibt einen Schiffsgeist oder einen Kobold. Er ist auch unter dem Namen Kalfatermann und Klabattermann auf den sieben Weltmeeren bestens bekannt.
Hammer und Pfeife als Erkennungsmerkmale
Die Ableitung seines Namens kommt vom niederdeutschen Wort klabastern. Das steht für lärmend oder polternd. Da bei Seeleuten der Aberglaube stets eine große Rolle spielt, hat auch der Klabautermann einen großen Stellenwert. Allerdings ist er für die Besatzung nie sichtbar. Wenn er sich doch einmal zeigen sollte, droht der Sage nach Ungemach. Erkennen kann man den Burschen an seinen roten Haaren und den grünen Zähnen. Zudem ist er mit Hammer und Pfeife ausgerüstet.
Die meiste Zeit unsichtbar
Der Klabautermann ist in der Segelschifffahrt eine äußerst zwiespältige Figur. Er macht viel Blödsinn und ist dennoch hilfsbereit. Schließlich weist er den Kapitän angeblich auf Gefahren hin. Zudem soll er im Vorfeld beim Bau des Schiffes tatkräftig mitgewirkt haben. Zwar ist er die meiste Zeit unsichtbar, doch wenn es irgendwo Geräusche gibt, für die es keine menschliche Erklärung gibt, heißt es oft, dass der kleine Kobold gerade aktiv ist. Damit der Kalfatermann gar nicht erst mit dem Gedanken spielen kann, irgendwelchen Quatsch während der Seefahrt zu machen, gibt es ein effektives Mittel. Denn angeblich reicht es vollkommen aus, wenn man ein Huhn auf das Schiff nimmt. Das soll laut einem alten Seemannsbrauch dem Kobold überhaupt nicht gefallen.
Pumuckl ein waschechter Nachfahre der Klabautermänner
Der Klaubautermann wurde bereits in unzähligen Büchern erwähnt. Populäre Dichter und Schriftsteller wie Theodor Storm, Heinrich Heine und Christian Morgenstern brachten die Aktivitäten des Koboldes zu Papier. Einer der berühmtesten Kobolde unserer Zeit, namens Pumuckl, treibt sein Unwesen jedoch nicht auf einem Schiff, sondern in der Werkstatt des Schreinermeisters Franz Eder. Die gerade bei Kindern beliebte Figur ist ein Nachfahre der Klaubautermänner. Er hat zwar auch rote Haare und kann sich unsichtbar machen, aber sonst hat er mit seinen Vorfahren wenig gemeinsam. Zumal Pumuckl eine Schwäche für Schlagsahne und Schokolade hat.