Römische Gottheit Neptun ist immer noch allgegenwärtig
Mythische Gottheiten wohnten an den unterschiedlichsten Orten. Zeus war im Olymp zuhause und glaubt man der römischen Mythologie hatte Neptun seinen “Wohnsitz” in den Tiefen des Meeres. Dementsprechend war er auch der Gott des fließenden Gewässers. Auch als Gott der entspringenden Quellen wurde er bezeichnet.
Wie jeder Gott zu der Zeit des römischen Reiches, wurde auch Neptun stets als muskulöser Mann gemalt oder gezeichnet. Dazu kam noch in vielen Fällen der obligatorische Bart. Auf Bildern wird er auch stets mit Gefährten gemalt, die man mit Wasser in Verbindung bringt. Entweder sind es ganz obskure Seegestalten, die der Phantasie des Malers entsprangen. Hin und wieder sind aber auch Delphine mit dabei.
Dreizack war überall mit dabei
Zum Bild von Neptun zählen aber nicht nur Delphine und andere Wesen, sondern auch das Dreizack. Das Utensil gehört zu Neptun, wie der schiefe Turm zu Pisa. Es ist sozusagen ein Markenzeichen von ihm. Außerdem stellt es noch einmal seine erhabene Position und Aura zur Geltung. Dringt man tiefer in die römische Mythologie ein, stößt man auch auf die Eltern des Mannes mit dem Dreizack. Hierbei handelt es sich um Saturnus und Ops.
Die Geschwister von Neptun sind Pluto und Jupiter. Die römische Gottheit soll auch verheiratet gewesen sein. Sein Frau hieß Amphitrite. Kinder soll es nicht gegeben haben. Auch wenn dem Vernehmen nach, oft Triton im gleichen Atemzug mit dem Meeresgott genannt wird. Doch es deutet alles daraufhin, dass der Gott der Meerestiefen und seine Frau keine Kinder hatten.
Doch auch ohne Nachkommen, sind sie in der heutigen Welt noch allgegenwärtig. Zum Beispiel in Italien, wo es viele öffentliche Plätze gibt, auf denen Neptun-Figuren als Statuen ein Dasein fristen. Vielerorts handelt es sich hierbei um Brunnen. Auch den heutigen Seefahrern und Passagieren von Kreuzfahrtschiffen bleibt der Name in bester Erinnerung.
Äquatortaufe bringt jede Menge Spaß
Denn wenn ein Mitglied eines Schiffes, oder ein Passagier zum ersten Mal auf See den Äquator überquert, folgt ein lustiges Schauspiel. Dann wird der derjenige Spaßeshalber zu einem “verkleideten” Neptun gebracht. Er nimmt sich des Schicksals des Passagieres an, spricht ein paar salbungsvolle Worte mit ihm, verpasst demjenigen einen lustigen Namen und dann ist die Zeremonie auch schon wieder vorbei. Zudem bekommt der “Täufling” noch eine Urkunde ausgehändigt, in der die Überquerung des Äquators noch einmal bescheinigt wird.