Ein Feuerschiff als Navigationshilfe

Beim Lesen des Wortes Feuerschiff denken Literaturfreunde an den gleichnamigen Roman von Siegfried Lenz und Kenner der Seefahrt an die Aufgabe von einem Feuerschiff auf dem Wasser. Anhänger von Lenz mögen uns verzeihen, doch in unserem Fall möchten wir näher auf die Aufgabe eines Feuerschiffes eingehen.

Standort ist immer eingezeichnet

Das Feuerschiff dient in der Seefahrt den Schiffen als Navigationshilfe. Dabei wird es auf eine bestimmte Position auf einem Wasser gesetzt, damit die Kapitäne auf der Brücke ihrer Schiffe eine bessere Orientierungshilfe haben. Ihren Namen erhielten seinerzeit die Schiffe wegen ihrer Befeuerung. Theoretisch ist so ein Schiff sogar mit der Funktion eines Leuchtturmes zu bezeichnen. Das Gute an einem Feuerschiff ist, und damit kann man wieder eine Parallele zum Leuchtturm ziehen, dass es immer an der gleichen Position ist. Der Standort des Schiffes ist somit auch auf den Karten von vornherein eingezeichnet.

Man unterscheidet in der Seefahrt zwischen benannt und unbenannt

Man unterscheidet zwischen einem benannten Feuerschiff und der unbenannten Variante. Beide Wasserfahrzeuge unterscheiden sich nicht nur in ihrer Bezeichnung, sondern auch in ihrer Ausrüstung. Ein benanntes Schiff ist auch durchaus als Rettungsinsel zu bezeichnen. Schließlich befinden sich auch dort Schlafräume und andere Unterkünfte. Bei der unbenannten Version sind die Gegebenheiten ein wenig spartanischer.

Um auf See nicht nur durch den fixen Standort gekennzeichnet zu sein, sind die Schiffe zum Beispiel mit einem Nebelhorn und zahlreichen anderen Signale ausgerüstet. Dazu gehört auch das Echolot und der klassische Funk. Im Jahre 1770 wurde das erste Schiff als Navigationshilfe eingesetzt. In Deutschland war ein Lotsenversetzboot das erste Schiff, dass eine Hilfestellung geben sollte. Jenes Boot war mit einer Lampe ausgestattet.

Mittlerweile nur noch drei deutsche Schiffe im Einsatz

Von deutscher Seite aus, sind mittlerweile nur noch drei Feuerschiffe im Einsatz. Das ist nicht mehr mit früheren Zahlen zu vergleichen. Seinerzeit gab es eine Vielzahl von diesen Schiffen. Bekannte Typen waren die Fehmarnbelt, die Elbe 3 oder die Weser. Sie sind nicht mehr im Einsatz, sondern dienen als Museen oder Restaurants.