Vogelnavigation hat festen Platz in der Geschichte der Seefahrt

Vögel spielten in der Geschichte der Seefahrt immer eine große Rolle. Schließlich mussten sich die Seeleute, als es noch keine elektrischen Navigationsgeräte gab, bei der Fahrt über das Meer stets irgendwie selber helfen. Da gab es natürlich den klassischen Kompass und ganz früher nahmen die Seeleute die Himmelskörper als Orientierung. Doch seit der Bibel und der Geschichte der Arche Noahs wissen wir, dass auch die Vogelnavigation eine Alternative ist.

Rabenfloki, Island und die Arche Noah

Der Geschichte nach testete Noah mit Hilfe eines Rabens und einer Taube, ob die Wassermassen sich nach der bekannten Sintflut langsam zurückzogen. Dabei waren ihm beide Vögel eine größe Hilfe. Der Vogelnavigation sollen sich der Legende nach auch die Wikinder bedient haben. Im Jahre 870 nach Christus, entdeckten sie Island. Ihr Anführer hieß Floki Vilgardarson. Bei der Orientierung auf dem Wasser, um neues Land zu entdecken, halfen ihm drei Raben. Dadurch bekam der Wikinger auch später den aussagekräftigen Namen Rabenfloki verpasst.

Inder und Polynesier bedienten sich auch dieser Navigationshilfe

Auch die Inder und Polynesier waren nicht auf den Kopf gefallen und hatten stets Vögel mit an Bord. Schon damals war ihnen bewusst, dass diese Art der Vogelnavigation die beste sei, um schnellstmöglichst von ihren langen Fahrten wieder nach Hause zu gelangen. Dabei kommen natürlich Fragen auf, und man weiß nicht so recht, was es mit der Vogelnavigation wirklich auf sich hat. Viele Leute stellen deshalb die Navigation durch Vögel vehement in Frage. Zumal der Menschheit heute ein riesengroßer technischer Apparat zur Verfügung steht, um das Schiff über die Ozeane zu lotsen.

Vögel haben weiteren Gesichtskreis als Mensch

Dabei hat ein Vogel, wenn er von einem Schiff in die Luft aufsteigt, einen besseren Blick, als jedes Besatzungsmitglied es auf den damaligen Schiffen hatte. Ganz gleich, ob es sich dabei um den Matrosen auf dem Ausguck handelte oder um den Steuermann. Dementsprechend hat jeder Vogel einen sogenannten weiteren Gesichtskreis, als es der Mensch auf dem Schiff gehabt hätte. Und darum sah ein Vogel eher, ob Land in Sicht war oder nicht. Somit handelt es sich bei der Vogelnavigation keineswegs um eine Räuberpistole. Das zeigen ja auch die vielen Beispiele aus der Geschichte.